Ausstellungen in der Galerie Märzhase

Peter wischnewski

ARTENVIELFALT

09.07. bis 23.07. 2022

 

 

09.02. 2022

Eine schöne Vernissage zur Ausstellung von Peter Wischnewski "ARTenvielfalt" Danke an alle Gäste und an Philipp Müller für die Laudatio.

Öffnungszeiten: Geöffnet: Di/Fr 12.00 - 15.00 Uhr und So 12.00 - 16.00 Uhr

 


Malerei ist eine Kunstform, die mit klar strukturierten und schnell zuordenbaren Formen und

Farben die Umwelt abzubilden vermag. Hier setzt Peter Wischnewski an und bricht dieses Verhältnis auf. Er hebt die Umwelt aus dem Behaglichen heraus und bietet dem Betrachter in seinen Werken eine Reflektionsfläche für deren Empfinden. Die zunächst grotesken, bizarr – gar alarmierenden - erscheinenden großformatigen Werke Wischnewskis offenbaren ihre Note mit der Dauer der Betrachtung. Ähnlich einem zunächst vertrauten aber sehr leisen Ton, der mit dem Näherkommen lauter, klar und wunderbar wird. Der Künstler öffnet mit seinen Bildern die, durch die Betrachter selber geschaffenen Regeln und Konformitäten. Mit seinen Bildern nimmt der Künstler die Betrachter an die Hand, positioniert sie in seiner Licht- und Farben-Symphonie und überlässt sie dem wohligen Selbstentdecken der Bilder und des eigenen Gemütszustandes. „Ich verzichte bewusst auf das Betiteln meiner Werke, um dem Betrachter keine Denkrichtung vorzugeben. Er soll sich das Bild nach seinem Gusto erarbeiten und benennen.“, so Peter Wischnewski (*1958). Zunächst wandte Wischnewski sich den Themen Malen, Formen und Farben auf akademische Weise zu. Er studierte zwei Semester an der Düsseldorfer Kunstakademie. Dann folgte die Annäherung auf pure handwerkliche Weise. Hier erarbeitete er sich das technische Rüstzeug für seinen späteren Weg: alltagsnahe Wirkungen von Farben aber auch die reine Tätigkeit des Leinwandbespannens. Seit 1998 entstehen in seinem Atelier in Solingen zahlreiche Kunstwerke, die er teilweise in Verbindung mit dem Solinger Kunstkollektiv in Szene setzt. Er lädt in unregelmäßigen Abständen zu Galerieabenden mit anregenden Diskussionen.


"Im Namen des Hasen"

Ausstellung zur Eröffnung der Galerie

20.05. - 30.06. 2022

Fotos: Martina Hörle

 

20.05.2022

 

Auszug aus dem Artikel von Martina Hörte, Solingenmagazin 24.05. 2022

 

 

 

... Märzhase – die etwas andere Galerie

 

Der Monitor, auf einem Sockel schräg gegenüber der Theke, gewährte in einer Dauerschleife Einblicke auf den Hasen in der Kunst. In dem 8-Minuten-Clip von Karen Ulrich gab es viele Ausschnitte zu sehen, wie beispielsweise den riesigen, rosafarbenen Strickhasen auf dem Gipfel des 1.600 Meter hohen Colletto Fava in Piemont. Man kann ihn sogar aus dem Weltraum erkennen. Ursprünglich sollte er 20 Jahre dort bestehen bleiben. Doch die Witterung hat ihn schon vorher zerstört.

 

„Der Hase steht ja für Leben und Fruchtbarkeit“, so Karen Ulrich. Es gibt wohl nur wenige Künstler, die sich nicht mit ihm als Thema beschäftigt haben. Auch Beuys hatte schon in den 60er Jahren in einer spektakulären Aktion mit dem Hasen auf sich aufmerksam gemacht.

 

Das ist es, was Karen Ulrich und Michael Boeck in und mit dieser Galerie beabsichtigen: Begegnung mit der Kunst für die, die affin dafür sind und ebenso für die, die noch keinen Draht dazu haben. Dabei geht es nicht um einen wissenschaftlichen Blick auf die Kunstgeschichte, sondern um den Spaß an der Sache. Davon zeugt schon der gewählte Namensgeber – der Märzhase, eine fiktive Figur aus Lewis Carrolls Roman „Alice im Wunderland“. Der Name ist eine Anspielung auf die im Englischen bekannte Redewendung „mad as a march hare“, was so viel wie „schon ganz schön verrückt“ bedeutet. Figuren der Erzählung, wie zum Beispiel die Grinsekatze, der Märzhase und der verrückte Hutmacher, oder einzelne Episoden, wie die Teegesellschaft, in die Alice hineingerät, wurden in der Kunst, vor allem in der Popkultur, immer wieder aufgegriffen und zitiert.

 

Auch künftig leicht schräger Spirit

 

Kultstatus hat auch der trommelnde rosa Hase auf dem Sims, bei dem man automatisch auf das Versagen der Batterie wartet. Daneben weist ein Filmplakat des Psychothrillers Donnie Darko auf die dunkle Seite des Hasen hin. Werke der Künstlerin Nadine Gabriel hängen neben einem Hasenkopf von Sylvia Knust-Schubert. In Anlehnung an den Trickfilm „Yellow Submarine“ und die Blaumiesen, die in freundliche Wesen verwandelt werden, ist der blaue Hase an der Eingangstür übersät mit Herzen. Die Skulptur steht als Hommage für Art Director Heinz Edelmann.

Fotos: Martina Hörte (7), Karen Ulrich (5), Michael Boeck

Die Einladung zur Ausstellung



Ausstellung " Deadlines" MAKS LEVIN

Preview der Ausstellung in der Galerie Märzhase

 

Wir danken allen Organisatoren und dem

 

Zentrum für verfolgte Künste

 

dafür, einen Teil der Fotografien schon vor dem eigentlichen Ausstellungsbeginn anläßlich der Osterfeier für ukrainische Flüchtlinge in den Güterhallen zeigen zu dürfen. 

 

 

KRIEGSBILDER DES UKRAINISCHEN FOTOJOURNALISTEN MAKS LEVIN 1981-2022

 

 Eine Ausstellung des Museums und des Förderkreises Zentrum für verfolgte Künste kuratiert von Nataliia Volianiuk, Journalistin, Direktorin der Regionalen Berichterstattung, PBC, Kiew und Olena Tanchynets, Direktorin des Kultur- und Bildungszentrums “TepLytsia” in Brovary bei Kiew unterstützt durch das Team des Zentrums für verfolgte Künste und den Fotografen Uli Preuss

 

Der Fotojournalist Maks Levin hat den Krieg in der Ukraine seit acht Jahren dokumentiert. Seine Fotografien sind schon jetzt Ikonen dieses Kriegs. So nutzte das Magazin „Der Spiegel“ Levins Foto eines zerstörten Wohnblocks am 5. März als Titelbild. Maks Levin wurde seit dem 13. März vermisst und am 1. April getötet aufgefunden.

 

Die Ausstellung stellen die Kuratorinnen Nataliia Volianiuk und Olena Tanchynets im Gespräch mit der Kuratorin des Zentrums, Birte Fritsch, und dem Direktoren des Zentrums für verfolgte Künste, Jürgen Kaumkötter, vor.

 

Gezeigt werden 30 Fotografien von Maks Levin aus dem Februar und März 2022, sowie 10 Fotos von den pro-europäischen Demonstrationen auf dem Majdan 2013/14 und dem Beginn des Krieges in der Ost-Ukraine 2014.


Solinger Tageblatt, 23.04. 2022